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Das Anwesen ist für die Stadt in mehrfacher Hinsicht von großer Bedeutung und stellt zudem einen vielfachen Wert im kulturellen Gefüge nicht nur der großen Kreisstadt dar.

Die Vision des Fördervereins und seiner Mitglieder ist es, dieses denkmalgeschützte Haus als Ringelnatz-Gedenkstätte für ein  breites Publikum wieder zu beleben.  Somit könnte es auch eine touristische Attatraktion  werden, die zahlreiche Besucher anlocken wird,  was dem Ansehen des Ringelnatz-Hauses wieder eine angemessene Bedeutung verleiht. 

Das Gebäude sowie das angrenzende Areal mit Stallung und Garten ist das letzte Beispiel eines der Stadtgüter, die Wurzen über Jahrhunderte prägten.
Das Wohn- und Geschäftshaus stammt aus dem Barock und ist klassizistisch überformt. Die ersten urkundlichen Nachweise finden sich ab 1511.
Die urkundlichen Besitzerwechsel weisen Bleicher, Färber, Transportleute sowie Ansätze zur Industrialisierung aus. Zu den prominenten Bewohnern zählte sicherlich die Familie Bötticher aus Mühlhausen/Thür. Georg Bötticher (Vater von Ringelnatz) wirkte in der Tapeten- und späteren Teppichfabrik als Chefdesigner und zog 1875 in die erste Etage des Anwesens. Im Zimmer über dem Haupteingang wurde er am 7. August 1883, als drittes Kind der Familie, der spätere Dichter Joachim Ringelnatz geboren. Er verlebte seine ersten vier Jahre in diesem Haus, bevor die Familien im April 1888 die Zuzugsgenehmigung für Leipzig erhält. 1948 begründete der Ingenieur Dietrich Hoffmann die gleichnamige Firma für Fördertechnik im Anbau des Hauses. 1983, nach umfänglicher Sanierung, befand sich u.a. kurzzeitig ein Ringelnatz-Museum in den Räumen.


Das Architekturbüro W.+ R-Chr. Friebe, Leipzig
hat für einen eventuellen Umbau
des Ringelnatz-Geburtshauses eine Umbaustudie erarbeitet.
Diese finden Sie hier:
Gesamte Studie als PDF herunterladen


 
 
Heutiger Zustand innen und aussen 
 
     
 
Fotos: Wolfgang Ebert - Ulli Hohmann 

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