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24. Mai 2016
Sanierung des Ringelnatz-Geburtshauses
Der Betriebsausschuss der Stadt Wurzen konnte überzeugt werden.

Die Arbeitsgruppe "Ringelnatz-Geburtshaus" ist aufgrund einer öffentlichen Anhörung am 19. Mai seitens der Oberbürgermeisters
Jörg Röglin und Mitgliedern des Betriebsausschusses der Stadt Wurzen einen großen Schritt weitergekommen.
Das vorgestellte Konzept der Gruppe für eine Sanierung des Hauses hat Anklang gefunden.
Der Joachim Ringelnatzverein e.V. übernimmt per Betreibervertrag künftig die Öffnung und Betrieb des Hauses, im Gegenzug wird die Stadt das Gebäude sanieren und übernimmt die laufenden Betriebskosten. Siehe auch Artikel der LVZ  von Kai Uwe Brandt
und den Artikel von Sylke Mathiebe  unter http://www.muldental-nachrichten.de/2016/05/20/happy-end-fuers-ringelnatzhaus/


13. Mai 2016
Arbeitsgemeinschaft "Ringelnatz-Geburtshaus"

Am 19. Mai 2016 werden erstmals zum Thema "Ringelnatz-Geburtshaus" Ergebnisse aus den Arbeitssitzungen der Arbeitsgemeinschaft Joachim Ringelnatzverein e.V. und unserem Verein in Form einer Präsentation dem Oberbürgermeister Jörg Röglin und dem verantwortlichen Betriebsausschuss des KulturBetriebes Wurzen vorgestellt. 

Bei dieser Gelegenheit bedanken wir uns recht herzlich für die gelungene Ausarbeitung des Betreiberkonzepts zur Vorstellung beim Betriebsausschuss Wurzen bei: Dr. Rainer Ortner, Dr. Viola Heß, Monika Deckwerth, Jörn-Heinrich Tohaben sowie dem
Architekten Dipl.-Ing. Wolfgang Friebe.


 

09. März 2016
Verliert das Ringelnatz-Geburtshaus seine Bedeutung?

Liebe Bürgerinnen und Bürger der Stadt Wurzen,

 

nicht nur in Deutschland, sondern auch international ist der deutsche Dichter und Schriftsteller, Kabarettist und Maler Joachim Ringelnatz bekannt. Viele Städte deutschlandweit sind sich der Bedeutung dieses Künstlers überaus bewusst. Es wurden Stiftungen, Vereine, Straßen und sogar Briefmarken nach ihm benannt mit dem klaren Ziel, seinen Namen und seinen Werken eine denkwürdige und lebendige Historie zu geben. Bedeutende Künstler haben sich den Namen Ringelnatz auf die Fahne geschrieben und veranstalten Lesungen in ganz Deutschland.

Der Denkmalschutz sieht auch vor, dass bei der Sanierung eines Objektes dieses weitestgehend in seinen ursprünglichen Zustand versetzt wird. Im § 2 Abs. 1 Satz 1 Denkmalschutzgesetz (DSchG) formuliert es der Gesetzgeber so: „Denkmäler sind Sachen, Mehrheiten von Sachen und Teile von Sachen, an deren Erhaltung und Nutzung ein öffentliches Interesse besteht.“ Den Bauten bleibt die Denkmalwürdigkeit nur dann erhalten, wenn die geänderten bzw. neuen Funktionen den vorhandenen Räumen angepasst werden. Auch das Flair des Alten spiegelt die Tradition und Geschichte einer Stadt wieder.

Wir bitten alle Bürgerinnen und Bürger als auch die Stadträte Wurzens, bei den Bebauungs- und Sanierungsplänen zu diesem Projekt dringend folgende Punkte zu überdenken:

 

1.   Das Ringelnatz-Geburtshaus ist ein nationales Alleinstellungsmerkmal unserer Stadt, auch gegenüber anderen Ringelnatz-Städten wie Cuxhaven und wir setzen uns dafür ein, dass es entsprechend seiner Bedeutung eine Gedenk- und Begegnungsstätte wird, die allen Facetten des vielseitigen Künstlers Ringelnatz gerecht wird.

 

2.   Nur wenn Ringelnatz in diesem Haus in Ausstellungen, Lesungen und Veranstaltungen in seiner Bedeutung für das künstlerische Erbe Deutschlands erlebbar wird, hat das Geburtshaus neben dem Dom, dem Bischofsschloss und dem Museum die Qualität, ein touristischer Anziehungspunkt unserer Stadt für die Zukunft zu sein.

 

3.   Frau Dr. Sabine Jung hat bereits erreicht, dass Wurzen mit dem Ringelnatz-Geburtshaus und der Ringelnatz-Sammlung des Kulturhistorischen Museums in der Arbeitsgemeinschaft literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten (ALG) in Deutschland aufgenommen wurde. Sowohl der „Förderverein Kulturhistorisches Museum, städtische Galerie, Ringelnatz-Geburtshaus e.V.“ als auch der „Joachim-Ringelnatz-Verein Wurzen e.V.“ sind bereit, der Museumsleitung zur Seite zu stehen und das Haus Jahr für Jahr bei der Organisation interessanter Veranstaltungen zu unterstützen.

 

4.   Beim vom Betriebsausschuss des Kulturbetriebes geforderten Gespräch mit den Vereinen konnte keine Einigkeit erzielt werden, dass das Haus zur lebendigen Gedenk- und Forschungsstätte entwickelt und vom Kulturhistorischen Museum der Stadt aus bewirtschaftet wird. Es droht damit die Gefahr, dass Geburtshaus und eine der deutschlandweit größten Ringelnatz-Sammlungen, ein Vermächtnis der Familie Ringelnatz/Bötticher an unsere Stadt, voneinander getrennt werden. Wir halten das für bedenklich. Das Ringelnatz-Geburtshaus muss kein zweites Museum werden, denn es gibt viele weitere Formen, das Gedenken zu pflegen. Aber die Bewahrung und Nutzung der Sammlung gehört in dieses Haus. Lassen Sie nicht zu, dass Museum, Ringelnatz-Sammlung und Geburtshaus auseinander gerissen werden.

 

5.   Bitte helfen Sie uns, dass eventuell zur Verfügung stehenden nicht geringen Fördermittel als Startmittel für eine stufenweise gezielte Sanierung des Hauses von oben nach unten eingesetzt werden. Bitte unterstützen Sie mit einem positiven öffentlichen Bekenntnis zu diesem Haus unsere fortgesetzten Bemühungen, bundesweit mögliche Fördermittelquellen zu erschließen.

 

 

Herr Oberbürgermeister Röglin,
was wird aus Ihrem Versprechen?

Ihre eigenen Worte, Zitat:

"Gemeinsam mit dem Wurzener Förderverein Kulturhistorisches Museum, Städtische Galerie, Ringelnatz-Geburtshaus e.V. und dem Joachim Ringelnatzverein  und weiteren Interessierten arbeitet der KulturBetrieb der Stadt Wurzen an einem Nutzungskonzept, um das Haus im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten zu sanieren und wieder für ein breites Publikum öffentlich zugänglich zu machen."
 
 

Für uns als interessierte Bürger und Vereinsmitglieder ist das ein Versprechen, welches leider bis zum heutigen Tage nicht eingehalten wurde. Deshalb, liebe Bürgerinnen und Bürger, helfen Sie uns, die Chance für das Geburtshaus, die sich jetzt ergibt, für die Zukunft von Wurzen richtig zu nutzen. Wir wollen gerne mit Ihnen Hand in Hand zusammenarbeiten. Wir hoffen sehr, dass unser Apell bei Ihnen Beachtung findet und wir in naher Zukunft gemeinsam behaupten können "die Ringelnatzstadt Wurzen ist eine Reise wert!"

 

Nicht nur die Mitglieder unserer Vereine sowie Bürgerinnen und Bürger der Stadt Wurzen finden wir unter den Unterstützern hinsichtlich der Sanierungsplanung. Vielmehr auch bundesweit, u.a. Rainer Bursche, Kabarett Herkuleskeule Dresden; Barbara & Oliver Jakubeit, Agentur akzentGbR Aschaffenburg; Werner Heiduczek, Schriftsteller Leipzig; Traudel Thalheim, Journalistin Leipzig; Ingolf Serwuschok, Kabarett Sanftwut Leipzig; Horst- Gottfried Wagner, Regisseur Köln; Gunter Böhnke, Kabarettist & Autor Leipzig; Katrin Weber, Sängerin & Kabarettistin Leipzig; Arnulf Eichhorn, Lachmesse e. V. Leipzig; Frank Berger; Musiker & Autor Leipzig; Volker Kühlow, MdL Sachsen Leipzig; Simone Solga, Kaberettistin & Autorin München; Leipziger Pfeffermühle, Kaba 
 

Es bewegt sich etwas in Sachen 
"Ringelnatz-Geburtshaus"
 

25. Jan. 2016
TV-Beitrag des MDR - Sendung klick hier:  
"MDR um 4" 
                                                                                                

Gestern wurde in einer konzertierten Aktion vereinbart, dass sich unser Förderverein mit dem Joachim Ringelnatz Verein e.V. als gleichberechtigte Partner  zu einem "Arbeitskreis Ringelnatz-Geburtshaus" zusammengeschlossen haben, um dieses Haus als endgültigen Gedenk-, Forschungs- und Begegnungsstätte für die Bürger der Stadt Wurzen zu sichern.

Mit Rat und Tat und auch als Moderator hat sich Herr Dr. Rainer Ortner von der Hans-Fallada-Gesellschaft Carwitz zur Verfügung gestellt.  Diese Gesellschaft hat es mit großem Erfolg geschafft, die kulturelle Lebensleistung Hans Falladas lebendig zu erhalten, sich mit Werk und Schaffen auseinanderzusetzen, es zu erschließen, zu pflegen und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Kenntnisse von Dr. Rainer Ortner können für uns von großem Nutzen sein. Wir bedanken uns für sein Engagement und tatkräftige Unterstützung.

In dieser gemeinsamen Sitzung wurde folgende Pressemeldung verfasst: 21. März 2016


Wurzen. Guten Rat, Erfahrung und ein gut funktionierendes Betreibermodell bot die Hans-Fallada-Gesellschaft nach dem Hilferuf zur Rettung des Ringelnatz-Geburtshauses den Wurzener Vereinen als Unterstützung an. Seitens der Gesellschaft wurde Rainer Ortner beauftragt, dem Joachim-Ringelnatz-Verein, dem Förderverein Kulturhistorisches Museum, Galerie, Ringelnatz-Geburtshaus als Partner zur Seite zu stehen. Das erste Treffen fand am 20. und 21. Januar im Kulturhistorischen Museum statt.

Die Stadt Wurzen, betont Ortner,  verfüge mit dem Geburtshaus, dem Museum mit Ringelnatz-Kabinett und reichhaltiger Sammlung zu Ringelnatz, der Galerie und dem Ringelnatzpfad über ein einzigartiges räumlich eng beisammen liegendes Ensemble, das an den großen deutschen Dichter, Maler und Kabarettisten Joachim Ringelnatz erinnert. Dieses derzeit nur punktuell genutzte Potential würde durch einen Verkauf des Geburtshauses am Crostigall an private Käufer, wie er derzeit geprüft wird, schwer geschädigt, denn Kern des Erbes der Ringelnatzstadt Wurzen ist, so betont Ortner, das Geburtshaus, das der Stadt zugleich ein nationales Alleinstellungsmerkmal verleiht.

Die beiden Vereine sind willens, die Stadt mit allen Kräften zu unterstützen, die Verantwortung für das nationale und sächsische Kulturerbe wahrzunehmen. Deshalb gründeten sie in großer Einmütigkeit eine gemeinsame Arbeitsgruppe Ringelnatz-Geburtshaus. Ziel der Zusammenarbeit unter Moderation von Rainer Ortner ist es, ein Gesamtkonzept zu entwickeln, das, so Ortner, in sich schlüssig, finanziell und inhaltlich ausgewogen sein müsse. Um das zu erreichen sei enges Zusammenstehen und gemeinsame Anstrengung aller willigen Kräfte vereinbart worden.

Während des zweitägigen Arbeitsbesuchs wurde eine gründliche Problemanalyse vorgenommen. Das angestrebte Ziel ist die schrittweise, langfristige Entwicklung des Ringelnatz-Geburtshauses zu einer literarischen Gedenk-, Begegnungs- und Forschungsstätte für ein großes deutsches literarisches Erbe und einen großen sächsischen Künstler. In einem Workshop wurden der Rahmen abgesteckt und konkrete Aufgabenstellungen für Inhalte und Finanzierungsmöglichkeiten formuliert. Die gemeinsame Arbeit wird im Ende März mit einem weiteren Workshop fortgesetzt. Ende Mai soll der Stadt die fertige Konzeption vorgestellt werden. Ideen und Vorschläge von interessierten Bürgern nehmen beide Vereine jederzeit gern entgegen.

info@kultur-hoch3-wurzen.de
info@ringelnatz-verein.de

Aus der Erfahrung der Hans-Fallada-Gesellschaft in Mecklenburg merkte Ortner an: In diesem kleinen Dorf Carwitz, „in der Welteinsamkeit“, wie Fallada formulierte, besuchten jährlich 14.000 Besucher das Fallada-Anwesen inklusive Museum. „Wir gehen fest davon aus, dass die Stadt Wurzen ein größeres Potential an Kultur und Tourismus hat.